Holzfassade Lärche: Kosten und Preise
Was eine Holzfassade aus Lärche kostet, hängt von Ausführung und Material ab: Hier finden Sie realistische Preise pro Quadratmeter.
Angaben zur Ausarbeitung
- Autor
- Markus Brandt
- Veröffentlicht
- Lesezeit
- 4 Min.
Eine Holzfassade aus Lärche kostet je nach Ausführung, Herkunft des Holzes und Verlegeart zwischen etwa 90 und 220 Euro pro Quadratmeter inklusive Unterkonstruktion und Montage. Wer sich für Lärche als Fassadenholz entscheidet, wählt damit ein witterungsbeständiges, heimisches Material – die Preisspanne entsteht vor allem durch Profilform, Oberflächenbehandlung und die Frage, ob europäische oder sibirische Lärche verbaut wird.
Was kostet eine Holzfassade aus Lärche pro Quadratmeter?
Die Gesamtkosten setzen sich aus Material, Unterkonstruktion, Dämmung (sofern nötig) und Montage zusammen. Reines Fassadenholz aus Lärche schlägt je nach Qualität mit 25 bis 60 Euro pro Quadratmeter zu Buche, die komplette Fassadenkonstruktion inklusive Handwerkerleistung liegt deutlich höher.
| Leistungspaket | Preis pro m² |
|---|---|
| Lärchenholz, sägerau, unbehandelt | 90 – 130 € |
| Lärchenholz, gehobelt, geölt | 120 – 160 € |
| Sibirische Lärche, hochwertige Sortierung | 150 – 220 € |
In diesen Preisen sind Unterkonstruktion aus Holzlatten, Konterlattung, Befestigungsmaterial und die fachgerechte Montage bereits enthalten. Zusätzliche Arbeiten wie das Anbringen einer Fassadendämmung oder einer diffusionsoffenen Bahn erhöhen den Preis um weitere 20 bis 50 Euro pro Quadratmeter.
Sibirische Lärche oder europäische Lärche – wo liegt der Preisunterschied?
Eine Holzfassade aus sibirischer Lärche gilt als besonders dicht und harzreich, weil das Holz unter extremeren klimatischen Bedingungen langsamer wächst als europäische Lärche. Dadurch entstehen engere Jahresringe und eine höhere natürliche Resistenz gegen Feuchtigkeit und Pilzbefall, was sich im Preis niederschlägt.
- Europäische Lärche: regional verfügbar, kürzere Transportwege, meist 90 bis 150 Euro pro Quadratmeter für die fertige Fassade.
- Sibirische Lärche: höhere Rohdichte, oft in gleichmäßigerer Sortierung erhältlich, dafür 20 bis 40 Prozent teurer durch längere Lieferketten und aufwendigere Trocknung.
Für die reine Lebensdauer der Fassade macht der Unterschied bei fachgerechter Verarbeitung meist nur wenige Jahre aus – der Mehrpreis für sibirische Lärche lohnt sich vor allem bei stark bewitterten Fassadenseiten ohne Dachüberstand.
Vertikale Verlegung: teurer als horizontal?
Eine Holzfassade in vertikaler Verlegung mit Lärche kostet in der Regel etwas mehr als eine horizontale Ausführung, weil die Unterkonstruktion aufwendiger ist. Bei vertikaler Verlegung braucht es zusätzlich zur Grundlattung eine Konterlattung in horizontaler Richtung, damit die Hinterlüftung funktioniert und Regenwasser ungehindert ablaufen kann.
Dieser zusätzliche Arbeitsschritt schlägt mit etwa 10 bis 20 Euro pro Quadratmeter zu Buche, gemessen an einer klassischen horizontalen Boden-Deckel-Schalung. Optisch bietet die vertikale Lösung dafür den Vorteil, dass Wasser schneller ablaufen kann und weniger Stellen zum Ansammeln von Feuchtigkeit entstehen – ein Argument, das den Mehrpreis bei stark exponierten Fassaden rechtfertigen kann.
Wichtig ist in jedem Fall eine fachgerecht geplante Hinterlüftungsebene von mindestens 2 Zentimetern; wird sie unterdimensioniert oder falsch ausgeführt, drohen Feuchteschäden am Holz unabhängig von der gewählten Verlegerichtung.
Was kostet eine rustikale Lärchenfassade im Vergleich zu glatten Oberflächen?
Eine rustikale Lärchenfassade mit sägerauer, unbehandelter Oberfläche ist meist die günstigste Variante, da der Hobel- und Schleifaufwand entfällt. Die authentische, grob strukturierte Optik verlangt zudem keine aufwendige Sortierung nach Ästen oder Maserung, was sich ebenfalls im Preis niederschlägt.
- Rustikal, sägerau: 90 bis 130 Euro pro Quadratmeter, mit sichtbaren Ästen und unregelmäßiger Maserung.
- Gehobelt, geölt oder lasiert: 120 bis 170 Euro pro Quadratmeter, glattere Optik und gleichmäßigeres Vergrauen.
- Profilbretter mit Nut und Feder: 130 bis 190 Euro pro Quadratmeter, wegen des höheren Verschnitts bei der Herstellung.
Wer die rustikale Optik bevorzugt, spart also nicht nur beim Materialpreis, sondern profitiert auch davon, dass die natürliche Vergrauung bei unbehandeltem Holz keine regelmäßige Nachbehandlung erfordert – anders als geölte Oberflächen, die alle paar Jahre nachgepflegt werden sollten.
Welche Zusatzkosten kommen noch dazu?
Neben Material und Montage sollten Bauherren weitere Kostenpunkte einplanen, die bei einer Holzfassade aus Lärche häufig übersehen werden.
- Unterkonstruktion und Dämmstoff: 30 bis 70 Euro pro Quadratmeter, abhängig von Dämmstärke und Material.
- Gerüst: 8 bis 15 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche, bei mehrgeschossigen Gebäuden entsprechend mehr.
- Entsorgung der Altfassade: bei Sanierungen zusätzlich 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter.
- Wartung: je nach Oberfläche alle 3 bis 8 Jahre eine Neubehandlung mit Öl oder Lasur, circa 8 bis 15 Euro pro Quadratmeter pro Durchgang.
Für die statisch relevante Unterkonstruktion und den fachgerechten Feuchteschutz ist die Beauftragung eines Zimmerei- oder Fassadenbaubetriebs sinnvoll; nur bei kleineren, ebenerdigen Anbauten lässt sich die Montage in Eigenregie mit entsprechendem handwerklichem Geschick umsetzen.
Fazit
Die Kosten einer Holzfassade aus Lärche bewegen sich meist zwischen 90 und 220 Euro pro Quadratmeter, wobei Herkunft des Holzes, Oberflächenbearbeitung und Verlegerichtung die größten Preistreiber sind. Eine rustikale, sägeraue Ausführung in europäischer Lärche ist die günstigste Lösung, während sibirische Lärche und vertikale Verlegung mit zusätzlicher Konterlattung den Preis nach oben treiben. Wer Material, Unterkonstruktion und laufende Pflegekosten von Anfang an gemeinsam kalkuliert, vermeidet böse Überraschungen bei der Gesamtrechnung.